Vorurteile gegenüber Direktbanken – was ist dran?

Informationen / 23.12.2013

Direktbanken sind diejenigen Banken, die ihre Bankgeschäfte ohne das bei Filial- oder Geschäftsbanken übliche Filialnetz betreiben. Direktbanken realisieren dieselben Bankgeschäfte wie die Filialbanken und unterliegen ebenso der bankenrechtlichen Aufsicht durch die BAFin.

Immer wieder gibt es gegenüber Direktbanken Vorurteile. Beispielsweise beklagen sich Kunden über eine schlechte Erreichbarkeit der entsprechenden Servicerufnummern oder darüber, dass bestimmte Leistungen wie beispielsweise die Eröffnung eines Kontos oder der Versand von Kreditkarten lange dauern würden. Dies mag gelegentlich vorkommen, geschieht aber ebenso demjenigen, der sein Konto bei einer Filialbank führen lässt. Sicherlich kann man bei einer Direktbank nicht einfach den Schalterraum betreten, wie bei einer Filialbank, sondern muss seine Bankgeschäfte über die Kommunikationskanäle Post, Telefon oder auch Internet abwickeln, was mitunter auch länger dauern kann, als die persönliche Vorsprache am Schalter.

Dennoch bietet das Geschäftsmodell der Direktbanken in Summe mehr Vorteile als Nachteile für die Kunden. Besonders positiv fällt ins Gewicht, dass die Kosteneinsparungen durch den Wegfall des Filialsystems odt an den Kunden weitergegeben werden, indem viele Direktbanken beispielsweise keinerlei Kontoführungsgebühren an ihre Bankkunden berechnen. Die Attraktivität des Geschäftsmodells Direktbank zeigt sich beispielsweise auch darin, dass viele Filialbanken bereits Töchter unterhalten, die selbst Direktbanken sind, wie beispielsweise die Deutsche Bank, deren Tochter die Noris Bank ist.

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