SEPA Umstellung beim Girokonto – Darauf müssen Bankkunden achten

Informationen / 14.12.2013

Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen werden bis 1. Februar 2014 auf europaweite SEPA-Verfahren (Single Euro Payments Area) umgestellt. Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum ist ein europaweit gemeinsamer Zahlungsraum für Transaktionen in Euro, in dem es zukünftig für Bankkunden keine Differenzen mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr geben wird.
Wichtigste Veränderung im Vergleich zu bisherigen Zahlungsmethoden ist wohl die Einführung der IBAN-Nummern, internationale Bankkontonummer, die zukünftig alle nationalen Kontoangaben ersetzt. Dies sind in Deutschland die Kontonummer und Bankleitzahl, die Anfang kommenden Jahres zusammen mit der Länderkennung DE (für Deutschland), individuellen Prüfziffer (Schutz vor Zahlendreher) sowie Bankleitzahl und Kontonummer verwendet werden. Nebeneinander aufgereiht ergeben sie die IBAN und zwar in in exakt angeführter Reihenfolge (von links nach rechts).

Einer der Vorteile für Bankkunden ist beispielsweise der wegfallende Float, eine zeitliche Differenz von Überweisungen und Lastschriften, sowie dessen Begrenzung bei Überweisungen auf maximal einen Tag. Zudem können Bankkunden ihren gesamten Euro-Zahlungsverkehr über ein Konto bei einem frei zu wählenden Zahlungsdienstleister innerhalb von Europa tätigen. Diese Vereinfachung des Geldtransfers spart den Verbrauchern vor allem Zeit und könnte zudem noch die anfallenden Kosten des zugehörigen Kontos senken. Des Weiteren erhöht sich der Wettbewerb unter den Zahlungsdienstleister, da sich deren Zahl stark erhöhen wird und somit für zusätzliche Kostensenkungspotentiale sorgen wird. Weitere Anpassungen des SEPA-Verfahrens sind die Veränderungen der Basisleistungen, die auf der Grundlage der SEPA-Regelwerke bestimmt und ab 14. Februar individuell und kundengerecht erweitert sowie von den Finanzinstituten angepasst werden können.

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